Das Einzige, was du dir eingestehen solltest, wenn du glücklich sein willst

Wer glücklich ist, fühlt und wer unglücklich ist, denkt.

— Erhard Blanck (* 1942, BW 1900)

Wer von uns möchte nicht glücklich sein? Wer wünschte nicht dieses eine „Zauberwort“ zu kennen, welches ihn sicher ins ersehnte Glück lenkt? Könnten wir es ohne Weiteres willentlich beeinflussen, wären in diesem Moment sicher alle Menschen glücklich. Doch stattdessen haben wir Probleme ohne Ende: Nachbarn, Kinder, Job, Eltern, Gesundheit, Geld, Politik…

Können wir uns vorstellen in einer Welt zu leben, die nicht von Gott erschaffen wurde? Sicherlich, wenn wir mit den Ideen des Materialismus konform gehen. Doch für jene, die an Gott glauben, bleibt es die eine  „verbotene“ Frage der Theodizee, die sie sich nicht einmal heimlich gestellt haben: Denn wenn Gott allmächtig und gut ist, wird man keine Erklärung für das Leid in unserer Welt finden. Wir wollen uns an dieser Stelle alle Thesen und Argumente zu diesem Thema ersparen und die einzige Schlussfolgerung zulassen, die innerhalb der ganzen Diskussion niemals in Erwägung gezogen wurde: Wenn Gott allmächtig ist und gut, kann er diese Welt nicht erschaffen haben. Unsere Welt ist die alleinige Welt des Ego, die auf der großen Illusion gründet, von Gott getrennt zu sein. Nun ist das Leben innerhalb einer Illusion keine beruhigende Angelegenheit. Wie es dazu kommen konnte, dass wir uns in einer Illusion glaubhaft lebendig fühlen können, bleibt für jeden Verstand eine einzige Überforderung. Es gibt einige Hinweise in der Bibel, die uns helfen können der Antwort näher zu kommen. Allerdings gibt es in der Bibel ebenso viele Hinweise, die uns genau in die gegenteilige Richtung führen werden. Was soll man glauben?

Bibelstelle BW
  • Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; (1.Mose 1:27)
  •  gegen unendlich
  • Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. (Matthaeus 6:10)
  •  1400
  • Bittet, so wird euch gegeben werden. (Lukas: 11: 9)
  • BW 295 000
  • Nach Eurem Glauben geschehe euch! (Matthaeus: 9:29)
  • gegen unendlich

Eine  kurz gehaltene Erklärung für die „Erschaffung“ unserer Welt findet sich auf der Seite „Bewusstsein ist messbar“ im Artikel „Wo bleibt die 4. Dimension?„. Sie soll an dieser Stelle nicht wiederholt werden.

Die Welt, wie du sie wahrnimmst, kann der VATER nicht erschaffen haben, denn die Welt ist nicht, wie du sie siehst. GOTT hat nur Ewiges erschaffen, und alles, was du siehst, ist vergänglich. Daher muss es eine andere Welt geben, die du nicht siehst.

— EKIW: 11:VII; 1:1-3

Was wäre, wenn du einen feurigen Hengst besäßest, den du auch reiten möchtest? Sicherlich würdest du nicht ein Leben lang hinter ihm her rennen wollen. (Diesen treffenden Vergleich habe ich einem Channeling Tina Spaldings entnommen.) Jeder Geist und so auch deiner, ist genau so kraftvoll wie ein feuriger Hengst. Er ist ununterbrochen schöpferisch, weil du nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurdest. Versuche doch einmal deine Gedanken zu stoppen! Es wird dir kaum möglich sein, in innerem Frieden zu verweilen. Dennoch erschafft jeder einzelne deiner unkontrollierten Gedanken Realitäten. Ob du es für möglich hältst, oder nicht. Ob du es willst oder nicht. Und wenn du dich fragst, warum in unserer Welt das Chaos herrscht, wirst du feststellen müssen, dass sie deinen chaotischen Gedanken sehr ähnlich ist. Eine Welt, die niemals ihr mächtigstes Werkzeug, ihren Geist trainiert, sondern nur auf Körper blickt, die beweisen, dass Trennung eine Realität ist, wir somit verletzbar und sterblich sind, muss unberechenbar und voller Angst sein. Dies, weil am Beginn jeder Handlung und jedes Wortes ein Gedanke stehen muss und wird. Unsere Gedanken sind unsere gottgegebene Schöpfermacht, mit der wir „gedankenlos“, sprich: ohne Bewusstsein umgehen. Doch wie könnten wir einen friedvollen, bewussten Geist besitzen, wenn wir von Kindheit an auf Erfahrungen zurückblicken, die als schlecht, unpassend, zu laut, ungehörig und böse beurteilt, uns zuerst der Liebe unserer Eltern und später dem Wohlwollen unserer Erzieher und Lehrer entzogen haben, so dass wir selbst, in ein enges Schema gepresst, glauben uns verhalten zu müssen wie man es erwartet?  Wenn du niemals so sein darfst, wie du gemeint bist, wirst du irgendwann keinen klaren Gedanken mehr fassen können und musst in Grunde genommen verrückt werden. Über Jahre hinweg haben wir durch Liebesentzug und nicht selten über Gewalterfahrungen lernen müssen unser liebevolles Inneres zu ignorieren. Nun ist unser Geist darauf trainiert wie ein ungebändigter, feuriger Hengst, auf oberflächliche Äußerlichkeiten fixiert, hin und her zu galoppieren. Und weil dieser Geist auf Grund seiner Schöpfermacht Realitäten schafft, erleben wir das Chaos. Wir erfahren uns somit in einer unmöglichen Situation, von der man wahrlich nicht annehmen kann, sie wäre „gottgewollt“ oder gar von einer liebenden Quelle erschaffen worden. Unser wirrer Geist ist es, der uns eine wirre Welt widerspiegelt.

GOTT glaubt nicht an Vergeltung. SEIN GEIST erschafft nicht so. ER legt dir deine »bösen« Taten nicht zur Last. Ist es denn anzunehmen, dass ER sie mir* zur Last legt? Sei dir ganz sicher, dass du begreifst, wie völlig unmöglich diese Annahme ist und wie sie ganz und gar aus der Projektion hervorgeht. Diese Art Irrtum ist für eine ganze Reihe damit verbundener Irrtümer verantwortlich, einschließlich des Glaubens, dass GOTT Adam zurückwies und ihn aus dem PARADIES verstieß. Das ist auch der Grund, weshalb du hin und wieder glauben magst, dass ich* dich irreführe. Ich habe mir alle Mühe gegeben, Worte zu gebrauchen, die sich praktisch nicht verdrehen lassen, aber es ist immer möglich, Symbole zu verdrehen, wenn du das wünschst.

— EKIW: 3: I; 3: 3-10

Das Eingeständnis unsererseits, dass wir auf Grund unserer Verwirrung ein ernstes Wahrnehmungsproblem haben, ist das Eine, und Einzige, was wir uns selbst zugestehen müssen. Es ist DIE Schnellstraße in unser Glück hinein. Es ist der „Zauberspruch“ für all unsere Probleme. Warum? Weil wir allein im Loslassen all unserer hausgemachten Glaubenssätze dem heilige Geist die Möglichkeit geben, unseren verwirrten Geisteszustand zu berichtigen. Es bedeutet gleichzeitig, dass wir uns auf Grund unseres Glaubens an unsere eigenen Projektionen hier nicht selbst berichtigen können.

Wir haben ein ernstes Wahrnehmungsproblem!

4. Denke mit geschlossenen Augen an alle Gräuel in der Welt, die dir in den Sinn kommen. Benenne jeden einzelnen, so wie er dir einfällt, und leugne dann seine Wirklichkeit. GOTT hat ihn nicht erschaffen, und somit ist er nicht wirklich. Sage zum Beispiel:
GOTT hat diesen Krieg nicht erschaffen, und somit ist er nicht wirklich.
GOTT hat diesen Flugzeugabsturz nicht erschaffen, und somit ist er nicht wirklich.
GOTT hat dieses Unglück (benenne es genau] nicht erschaffen, und somit ist es nicht wirklich.
5. Als Gegenstand für die Anwendung des heutigen Gedankens eignet sich auch alles, von dem du befürchtest, dass es dir oder irgend jemandem zustoßen könnte, um den du dich sorgst. Benenne das »Unglück« in jedem Fall ganz genau. Benutze keine allgemeinen Ausdrücke. Sage beispielsweise nicht: »GOTT hat Krankheit nicht erschaffen«, sondern: »GOTT hat den Krebs nicht erschaffen« oder Herzinfarkte oder was sonst Angst in dir hervorrufen mag.
6. Dies ist dein persönliches Gräuelrepertoire, das du da ansiehst. Diese Dinge sind Teil der Welt, die du siehst. Einige davon sind Illusionen, die du mit anderen teilst, andere wieder gehören zu deiner persönlichen Hölle. Es ist nicht von Belang. Was GOTT nicht erschaffen hat, kann nur in deinem eigenen Geist getrennt von dem SEINEN sein. Deshalb hat es keine Bedeutung. In Anerkenntnis dieser Tatsache beschließe die Übungszeiten, indem du den heutigen Gedanken wiederholst.

GOTT hat keine bedeutungslose Welt erschaffen.

— EKIW: Lektion 14: 4-6

Im folgenden englischsprachigen Video spricht der erleuchtete Lehrer des „Ein Kurs in Wundern“, David Hoffmeister (BW 3200), über dieses, unser wichtigstes Eingeständnis:

 

*die persönlichen Worte „mir“ und „ich“ beziehen sich auf die Autorenschaft Jesu des „Ein Kurs in Wundern“

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