Die Geister, die ich rief…

Der Geist kann den Glauben an die Trennung sehr wirklich und sehr schrecklich machen, und dieser Glaube ist der »Teufel«. Er ist mächtig, aktiv, destruktiv und eindeutig in Opposition zu GOTT, weil er buchstäblich SEINE VATERSCHAFT verleugnet. Schau dir dein Leben an und sieh, was der Teufel gemacht hat. Vergegenwärtige dir aber, dass dieses Machwerk sich mit Sicherheit im Licht der Wahrheit auflösen wird, weil sein Fundament eine Lüge ist. Dass GOTT dich erschaffen hat, ist das einzige Fundament, das nicht erschüttert werden kann, weil das Licht in ihm ist.

— EKIW: 3; VII:5: 1-5

Dieser Beitrag beruht auf einer Reihe persönlicher Erfahrungen, die ich aus aktuellem Geschehen hier teilen möchte und die wohl zu den „beeindruckendsten“ Paradebeispiele innerhalb der gewollt undurchschaubaren Verwirrungsstrategie unseres Ego in Bezug zu unserer Welt gehören. Das Ego kennt viele Konzepte für diese Welt, doch dasjenige, welches ihm schonungslos den Spiegel vorhält, indem es die Wahrheit ausspricht, nämlich, dass die Welt weder von Gott geschaffen, noch „zufällig“ aus dem „Nichts“ entstanden sein kann, weil es selbst diese Welt „gemacht“ hat, wird es immer und prompt entschieden ablehnen. Und obwohl die Indizien alle dafür sprechen, weil ein liebender Gott all dem Leid und Sterben unvereinbar gegenübersteht und auch ein „Urknall“ aus dem Nichts heraus jeglicher Logik widerspricht, wird es niemals zu seiner Urheberschaft stehen. Innerhalb der Bewusstseinsforschung treffen wir unser Ego logischer Weise im untersten Bereich der Wertetabelle (von BW1-BW 499) in seiner stabilsten – man könnte sagen „gesündesten“ – Form an. Nichts wäre so sinnvoll für die mit ihm verbundene Person, als einen gewissen Abstand zu jener ungeahnt-totalen Fremdbestimmung zu gewinnen. Und hier nun setzen meine erwähnten Erfahrungen, mit jenen mir wiederholt begegneten, unfassbaren Argumenten gegen diese Möglichkeit, ein. Alle Angebote an eine vollständig seinem Ego ergebene Person, sich mit geeigneten Techniken, oder im aktuellen Fall durch die „40 Tage und 40 Nächte- Channelings“ von Jesus helfen zu lassen, werden mit dem EINEN  angstbesetzten Argument abgelehnt:

Denn solche falsche Apostel und trügliche Arbeiter verstellen sich zu Christi Aposteln. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichtes. Darum ist es auch nicht ein Großes, wenn sich seine Diener verstellen als Prediger der Gerechtigkeit; welcher Ende sein wird nach ihren Werken. (BW 50)

— Korinther 11: 13-15

Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht. Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, dass sie auch die Auserwählten verführen, so es möglich wäre. Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe es euch alles zuvor gesagt. (BW 160)

— Markus 13: 21-23

Es sind einmal die Bibeltreuen, die sofort mit entsprechenden Zitaten aufwarten können und auch andere sich „christlich“ nennende Gemeinschaften, die ihren Glauben an den Satan zelebrieren, als wäre er der heilige Gott. Jeder, der die Bibel studiert sollte eigentlich stutzig werden, wenn es da heißt:

Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. (BW ∼ unendlich)

— 2. Moses 20: 3

…und man beinahe in einem Atemzug mit der Existenz des Satans konfrontiert wird. Niemand kann „Diener zweier Herrn“ sein, ohne am Ende zu verzweifeln. Diese, wie jede andere Spaltungsstrategie bildet allerdings die Lebensgrundlage unseres Egos.

Was ist das Traurigste doch hier auf Erden? (BW 515)

Was ist das Traurigste doch hier auf Erden?
Das ist des Menschen schwächliche Natur.
Er braucht des Teufels gar nicht erst zu werden,
er ist sein eigener Teufel immer nur
Stets voll von Furcht und Angst und lauter Kummer
gönnt er sich keinen frohen Augenblick,
er weiß von keiner Ruhe, keinem Schlummer,
und selbst das Glück dünkt ihm ein Missgeschick
An keinen anderen Teufel musst du glauben,
nur an den Teufel, der du selber bist,
und dieser Teufel kann dir alles rauben,
was Leben, Freude, Heil und Segen ist

Frisch auf!  zum Teufel jag´den Kameraden,
nur gegen ihn zeig deinen Groll und Zorn,
und werd´ein freier Mensch von Gottes Gnaden,
der Lieb´und Freude reicher Segensborn.

— August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

In meinen Büchern habe ich vielmals darüber geschrieben, dass es den „Satan“ nicht gibt. Ich erinnere mich noch gut daran, mit welch aufrichtigem Erstaunen eine Freundin, Sympathisantin einer christlichen Freikirche, mich daraufhin anschaute… Doch sie war offen genug diese Erklärung für sich zu prüfen. Es folgt ein Zitat aus jenem Buch, welches ich ihr zum Probelesen vor seiner Veröffentlichung anvertraut hatte.

Im Alten Testament berichtet die Schöpfungsgeschichte davon, dass es einen Sündenfall gab, welcher uns auf GOTTES Geheiß aus dem Garten Eden vertrieben hat. Nach unseren Maßstäben wurden wir somit für unser Vergehen, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen zu haben, folgerichtig bestraft… Ein Teil der Wahrheit ist natürlich in der Genesis zu finden, denn GOTT und nicht die Evolution hat alles Leben geschaffen, wobei es für uns darüber hinaus wichtig wäre, zu verstehen, dass wir selbst es waren, die für den „Fall“ aus dem Paradies gesorgt haben, indem wir die Einheit aller Schöpfung in Frage stellten und unser Bewusstsein in niedrigere Frequenzen verlagerten. So kommt es auch, dass es für die meisten Menschen heute nicht einfach ist, GOTT und das Leben in einen Zusammenhang zu bringen. Im Kontext des Kurses, der darüber berichtet, dass eine winzig kleine Wahnidee, über die der Gottessohn vergaß zu lachen, die Ursache unserer Welt sei, sollten wir uns daher auch an die Schriften des Propheten Jesaja über den Fall des liebsten Engels GOTTES Luzifer halten, um die Abwegigkeit und gleichzeitig die verständliche Ungeheuerlichkeit der Selbstanmaßung dieser Idee zu verstehen: Abgesehen davon, dass GOTT mit Sicherheit keinen liebsten Engel hatte, weil jegliche Besonderheit der Einheit GOTTES widersprechen würde, erfahren wir über Luzifer, dass er glaubte, sich mit seinem Schöpfer auf eine Stufe stellen zu können. „Und du, du sprachst in deinem Herzen: Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleichmachen dem Höchsten“ (Jesaja 14, 13.14.). Wer sich mit Bibeltexten auskennt, weiß, dass Luzifer seinen Wunsch teuer bezahlte und als Dämon auf die Erde fiel um hier das Sinnbild des Bösen, Satan genannt, zu sein. Nun ist es eine ungemein praktische Angelegenheit, alles Böse in unserer Welt einem Dämon zuzuschreiben und gewohnter Maßen Schuld im Außen zu finden. Im Laufe dieses Buches wurde im Sinn des Kurses diese ungute Art bereits eindeutig als Projektionszwang eigener, in Wahrheit niemals gewesener Schuld aufgedeckt.

— Irina Jacobson: „Denke es dir – aber richtig„, Kapitel: „Wozu die Welt dient“

Im Russischen sagt man:

Ein liebes Kind hat viele Namen.

Tatsächlich hat es der „Lichtträger“ Luzifer auf eine beachtliche Anzahl von weiteren Namen gebracht, die ihn allerdings weg vom Licht, hinein in die Dunkelheit stellen. Er ist der Diabolos (lat.) (dia (gr.) = auseinander und bàllein (gr.) = werfen), der „Durcheinanderwerfer“, Satan, Teufel, Beelzebub, Mephistopheles, Dämon, Ahriman, Azazel…und tatsächlich sehen viele Menschen in ihm den großen Gegenspieler Gottes. So verstehen sie sich oft selbst als Werkzeuge eines Machtkampfes zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Dunkelheit und erschaffen so ihre eigene Hölle. Es sind die wahnsinnigen Arrangements des Ego, welches sich der Illusion eines omnipotenten  „Satans“ bedient, um hoffentlich selbst niemals als Urheber allen Wahnsinns enttarnt zu werden.

Dich mit dem Ego identifizieren heißt, dich selber anzugreifen und dich arm zu machen. Deshalb hat jeder, der sich mit dem Ego identifiziert, das Gefühl, es sei ihm etwas entzogen. Was er dann empfindet, ist Depression oder Ärger, weil das, was er tat, der Eintausch von SELBSTliebe gegen Selbsthass war, was ihm Angst vor sich selbst gemacht hat. Er merkt das nicht. Selbst wenn er sich der Angst völlig bewusst ist, nimmt er nicht wahr, dass ihre Quelle seine eigene Ego-Identifikation ist, und versucht immer, mit ihr fertig zu werden, indem er irgendeine Art wahnsinnigen »Arrangements« mit der Welt trifft. Er nimmt diese Welt immer als außerhalb von sich wahr, denn das ist für seine Anpassung entscheidend. Er merkt nicht, dass er diese Welt macht, denn es gibt keine Welt außerhalb von ihm.

— EKIW: 12; III: 6

Es folgen noch zwei englischsprachige Videos, die helfen können, unser Ego, alias „Satan“, klarer zu durchschauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.