Geistige Hygiene und Bewusstsein

Mir ist noch niemand begegnet, der in der Schule gelernt hätte, wie man mit seinen Gedanken sinnvoll umgeht. Welcher der Gedanken, die uns im Laufe eines Tages beschäftigen, wird jemals von den meisten Menschen in Frage gestellt? Wir sagen einfach:

Mir ist der Gedanke gekommen.

Wir zweifeln also nicht an dem, was wir denken. Doch wo überhaupt kommen unsere Gedanken her? Diese Frage stellt sich beinahe nie. Sie sind eben einfach da, glauben wir. Kein Hirnforscher konnte jemals einen Gedanken in unserem Gehirn finden, wiewohl beinahe alle Menschen davon ausgehen, dass sie sich dort befinden müssten. Doch auch die Bilder und Nachrichten auf unseren Computern und Handys kann man durch das Öffnen dieser Geräte nicht finden. Erst die installierten Programme sorgen bei entsprechend zur Verfügung gestellten Energie dafür, dass wir sie auf den angeschlossenen Bildschirmen sehen können. Unser Gehirn arbeitet ähnlich. Es ist fähig Gedanken zu empfangen und sie entsprechend zu verarbeiten. Manche hellsichtigen Menschen sind in der Lage all die vielen Gedankenformen um uns herum wahrzunehmen. Es bedeutet, dass Gedanken energetischen Wesenheiten ähneln, die im Allgemeinen für unsere auf die Materie ausgerichteten Sinne nicht bemerkbar sind. Gedanken sind hoch schöpferisch und haben daher alle ein ihnen gemäßes Bewusstsein. Auch wenn wir für die Erschaffung unserer Welt gern die Bibel mit ihrer kaum hinterfragten Aussage

Am Anfang war das Wort.

Johannes: 1,1

zitieren, steht am Beginn jedes noch so kleinen Gegenstandes, sowie jedes uns erfahrbaren Ereignisses IMMER ein Gedanke. Halten wir daher fest: Ohne einen gezielten Gedanken kann nichts erschaffen werden. Das sollte logisch sein. Daher sollte es besser heißen:

Am Anfang war ein Gedanke.

Um sichtbar, greifbare Ergebnisse zu erhalten, braucht es in unserer Dimension erfahrungsgemäß sogar viele einzelne Schritte. Wie oft haben wir uns schon gedacht: „Ich könnte vielleicht dieses oder jenes tun.“, und haben es dann doch nicht getan. Wie viele Gedanken gehen uns allein an einem einzigen Tag durch den Kopf? Es sind unzählige! Ahnen wir überhaupt, dass all diese vielen, meist unbedachten Gedanken als schöpferische Energieeinheiten niemals verloren gehen, sondern in unserem irdischen Energiefeld bis an des Ende aller Zeiten bleiben werden? Das klingt ziemlich unglaublich, ist jedoch leider kein Witz. Die Wissenschaft spricht inzwischen aus diesem Grund von der Existenz morphogenetischer Felder. Kann es unter diesem Gesichtspunkt überhaupt noch irgend einen Gedanken geben, der noch nie gedacht wurde? Sicher nicht. Somit denken wir stets, was bereits zuvor gedacht wurde. Dabei erhöhen wir beständig das Energieniveau unseres geistigen Besuchers. Der sehr oft gedachter Gedanke, beinahe der „beliebteste“ innerhalb unserer Dimension lautet: „Du bist Schuld!“ Er hat gerade mal den Bewusstseinswert von BW 15… David Hawkins sagte über alle Bewusstseinswerte unterhalb von BW 200, dass sie im Bereich der Unwahrheit lägen. Und dies entspricht leider und dennoch zu unserem Glück den Tatsachen. Wer von uns möchte sein Leben schon auf einer Lüge aufbauen? Sicher niemand. Dennoch geschieht in unserem Leben nichts ohne unsere Erlaubnis. Nicht viele von uns wollen sich auf diese wichtige Aussage einlassen. Nach den Gesetzen des Lebens, die natürlich auch für uns gelten müssen, setzt alles Erleben immer ein entsprechendes davor liegendes Gedankenssystem voraus. Es ist auf den ersten Blick ungemein praktisch, andere verantwortlich zu sehen und zu verurteilen, jedoch, so sollte man sich fragen, wem hilf diese und jede andere Lüge? Einzig und allein unserem lieblosen Ego. Wenn wir es hätscheln und pflegen werden wir zu selbstgerechten Egomanen mutieren. Doch unser Bewusstsein will sich in ganz anderer Weise ausdehnen, nämlich in Richtung Liebe. So kommt es, dass wir uns durch unwahre Gedanken niemals frei fühlen werden. Immer und immer wieder kreisen sie in unserem Kopf umher und wenn wir uns nicht mit Alkohol und anderern Drogen betäuben, versuchen wir uns durch aller Art Ablenkungen etwas besser zu fühlen. Leider führt dieser Mechanismus niemals dazu, dass wir unserer tief in uns verborgenen wahren Gedanken gewahr werden. „Ein Kurs in Wundern“ sagt uns dazu klar:

Jeder liebevolle Gedanke ist wahr.

EKIW: Kapitel 12: I: 3,3

Es ist an uns zu erkennen, dass es nicht beliebig ist, welchen Gedanken wir in uns willkommen heißen. Gedanken sind alles andere als privat, weil sie sich in unserem Leben irgendwann manifestieren werden. Es ist nicht nur sinnlos unwahre Gedanken zu denken, sondern wir verletzen uns mit ihnen stets selbst. Wie wollen wir selbst erkennen, dass wir gerade auf Grund unserer Gedanken unendlich machtvoll sind, wenn wir uns von jedem nach mehr Energie suchenden lieblosen Gedanken vereinnahmen lassen? Unwahre Gedanken sind Energieräuber und sie sorgen dafür, dass unser Bewusstsein sinkt. Die Folge davon ist ein unweigerliches Missempfinden, was dazu führt, dass wir uns weiteren unwahren Gedanken öffnen. Es ist dann, als befänden wir uns in einem Abwärtsstrudel. Und was liegt in diesem Moment näher, als die nächstbeste Gelegenheit zu nutzen, unseren „Frust“ an unseren Nächsten auszulassen, weil, so weiß unser Ego, irgend jemand Schuld sein muss?

Unsere Welt ist voller Gedanken. Man könnte sagen, sie bietet uns diese ununterbrochen an. Unsere Rolle sollte darin bestehen, diese möglichst wach zu prüfen. In Analogie zum obigen Zitat können wir nämlich jetzt klar erkennen, was ein Gedanke aussagt. Daher lautet der erste Schritt für den bewussten Umgang mit jedem Gedanken:

Jeder negative Gedanke ist unwahr.

Mit dieser Feststellung kann man jeden Gedanken prüfen. Ist er unwahr, gilt es ihn einfach zu beobachten. Wir können uns vielleicht noch sagen: „Das ist interessant, dass ich diesen Gedanken angezogen habe.“ Es ist in diesem Fall hilfreich, neutral zu bleiben, so als schaue man einen belanglosen Film an. Jeder, der auf diese Weise mit unwahren Gedanken verfährt, wird bemerken, dass das Licht seiner Aufmerksamkeit diesen einfach vergehen lässt, als wäre er nie dagewesen. Wie sollte das möglich sein? Unser inneres Licht ist niemals vollkommen auslöschbar. Es ist der göttliche Funke in uns. Und sobald Licht in die Dunkelheit fällt, ist diese nicht mehr vorhanden. Lügen sind nur ein dunkler Vorhang vor der ewigen Wahrheit. Es gibt somit keine guten und schlechten Gedanken, sondern nur wahre und unwahre.

Wenn unser Bewusstsein vom Leben so programmiert wurde, dass es unter allen Umständen zur Wahrheit zurückfinden will, sollten wir es darin unterstützen. Es kann nicht anders, als uns dahin zu führen, wo es den sinnvollsten Weg  für unser Weiterschreiten sieht. So werden wir sogar einen unwahren Gedanken als hilfreich verstehen, weil er uns zeigt, dass wir allein es sind, die sich entscheiden können und müssen. Das reine Bewusstsein ist nur Liebe. Daher sind wir alle auch nur Liebe, wiewohl wir uns möglicherweise entschlossen haben, eine Rolle zu spielen, die man in menschlichem Sinn als negativ beurteilen würde. Aufwachen bedeutet zu erkennen, dass wir keine Rolle mehr spielen müssen, sondern dass wir allein der Liebe verpflichtet sind.

Wie viel Zeit nehmen wir uns täglich, um unseren Körper zu pflegen und zu erhalten? Ein Körper, den wir auf Grund seiner Vergänglichkeit früher oder später verlassen werden. Um glücklich leben zu können braucht es einer täglichen geistigen Hygiene. Dies, weil am Anfang von allem immer ein Gedanke stand. Prüfen wir darum so oft als möglich, was wir in unseren Geist einlassen und wenn wir tagsüber zu abgelenkt waren, sollten wir uns abends genügend Zeit nehmen: Mit einer Meditation, einigen Yogaübungen, guter Musik, innerer Stille…

Aussage/Gedanke BW
Ich bin dumm! 60
Du bist wundervoll. 555
Ich bin liebenswert. 1600
Du bist Schuld. 15
Ich hasse dich. 25
Das hast du gut gemacht. 530
Wie schön, dass du da bist. 620
Namasté (Ich verbeuge mich vor dir) 1120
Du Idiot! 75
Schlafmütze! 120
Ich muss nichts tun. 680
Ich bin so dankbar. 1400
Ich muss mich beeilen. 160
Ich bin zur rechten Zeit am rechten Ort. 840

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