Hingabe ans Leben – die Botschaft Gerald Hüthers

Um glücklich zu werden, müsste ein solcher Mensch die durch die negativen Erfahrungen entstandenen Verhaltensmuster und die von ihnen generierten einengenden Vorstellungen, Überzeugungen, Haltungen und Einstellungen irgendwann wieder auflösen. Das heißt, er müsste genau das loslassen, was ihn bisher gehalten hat. Beim Sterben geschieht das möglicherweise von ganz allein, weil dann, wenn die die Blutversorgung des Gehirns zusammenbricht, das Frontalhirn seine Funktionsfähigkeit verliert. Aus eigener Kraft und zu Lebzeiten schaffen es allerdings nur wenige Menschen, ihre im Frontalhirn verankerten, ihnen Halt bietenden Vorstellungen, Überzeugungen, Haltungen und Einstellungen loszulassen. Denn das macht Angst, und die ist nur durch ein anderes, gegenteiliges Gefühl zu überwinden: Durch vorbehaltlose und allumfassende Liebe. Wenn einem Menschen das gelänge, wäre er mit sich und der Welt versöhnt.

— Gerald Hüter *1951, Neurobiologe (BW 200.000 am 07.01.2021)

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