Mind Control: Journalismus heute – ∅ BW 17

Die Entscheidung, zu urteilen, statt zu erkennen, ist die Ursache für den Verlust des Friedens. Urteilen ist der Prozess, auf dem die Wahrnehmung, nicht aber die Erkenntnis, beruht. … Urteilen beinhaltet immer Zurückweisung. Es betont niemals nur die positiven Aspekte dessen, was beurteilt wird, egal ob bei dir oder anderen. Was wahrgenommen und zurückgewiesen oder beurteilt und als ungenügend befunden wurde, das bleibt in deinem Geist, weil es wahrgenommen worden ist. Eine der Illusionen, an denen du leidest, ist der Glaube, dass das, was du abgeurteilt hast, keine Wirkung hat. Das kann nicht wahr sein, außer du glaubst auch, dass das, worüber du geurteilt hast, nicht existiert. Das glaubst du offensichtlich nicht, sonst hättest du es nicht abgeurteilt. Letztlich spielt es keine Rolle, ob dein Urteil richtig oder falsch ist. So oder so setzt du deinen Glauben in das Unwirkliche. Das ist bei jeder Art von Urteil unvermeidlich, weil es die Überzeugung voraussetzt, es stehe dir frei, aus der Wirklichkeit auszuwählen.

— EKIW: 3; VI: 2: 1,2,4-11

Das Ego, oder nennen wir es beim Namen: der Gott unserer Welt, will recht behalten. Und das um jeden Preis! Wenn wir weiterhin ein selbstbezogener, unberechenbarer Gott in dieser Welt bleiben wollen, der es sich erlaubt, einfach zu verurteilen, ist es genauso wie im „Wunderland“ unserer träumenden Alice, wo die Königin, (die nur ein Urteil kennt, nämlich das Köpfen!) selbstherrlich befiehlt: „Erst das Urteil, dann die Verhandlung!“ Doch wir können, ebenso wie Alice, das Spiel durchschauen. Denn genau in dem Augenblick, als Alice klar wird, dass alles nur gespielt ist und nicht der Wahrheit entspricht, fällt – passend zu unserer Traumwelt – im Traum der Heldin das sprichwörtliche Kartenhaus tatsächlich in sich zusammen.

— Irina Jacobson: „Das Drehbuch deines Lebens“, S. 48/49

Mit Hilfe dieser Aufzeichnung über die Sicht des Kabarettisten Volker Pispers zu unseren Medien, können wir noch einmal lachend auf die Zeiten unbemerkter „Gehirnwäsche“ zurückblicken.

Verlag Eigentümer Vermögen Jahresumsatz Medien Ø-BW veröffentlichter Medien
Springer Friede Springer: BW 4,4, *1942 4,8 Mrd. € (2018) 2,4 Mrd. € Bildzeitung 16
Bertelsmann Liz Mohn: BW 3,4, *1941 4,2 Mrd. € (2018) 18 Mrd. € Spiegel, Randomhouse 15,3
Funke-Mediengruppe Julia Becker: BW 2,87, *1972 1,22 Mrd. € Thüringer Allgemeine, Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt 16,4
Verlagsgesellschaft Madsack Sylvia Madsack (20,9%): BW 1,84 700 Mio. € Leipziger Volkszeitung, Hannoverscher Allgemeine 17,5
DuMont-Verlag Isabella Neven DuMont: BW 5,5, *1986 615 Mio. € Kölnische Rundschau, Hamburger Morgenpost, Mitteldeutsche Zeitung 18,5
Burda-Media Hubert Burda: BW 1,13 3,2 Mrd. € (2018) 2,66 Mrd. € (2018) Focus, Bunte 15,2
Medien-Union Dieter Schaub: BW 6,5 1,5 Mrd. € Süddeutsche 13,8

In unserer Gesellschaft hat sich in Bezug zum Medienkonsum und Freizeitverhalten seit dem Beginn des Internet- und Computer-Zeitalters eine grundlegende Änderung vollzogen. Das Durchschnittsalter der regelmäßigen Zeitungsleser liegt bei 51 Jahren. Die jüngere Generation informiert sich, wenn überhaupt, im Internet.

Altersgruppe Printmedien: Nutzung % Fernsehen: Nutzung % Radio: Nutzung % Internet: Nutzung % Computerspiele: Nutzung % öffentliche Veranstaltungen: Besuch %
bis 15 Jahre 2,5 11,2 7 23 100 5,2
15-25 Jahre 0,85 13,8 5 46,4 100 14,6
25-35 Jahre 2,4 7,3 16,4 70,1 97,3 17
35-45 Jahre 7,5 12,4 33,2 75,8 95 19
45-55 Jahre 15,7 19,3 61,2 62 78,9 24,3
55-65 Jahre 27,6 49,3 84,3 48,9 53 32,6
65-75 Jahre 58,7 86,2 95,2 27,5 11,5 36,4
75-85 Jahre 89,8 97,6 89,5 15 3,1 28,5

In diesen beiden englischsprachigen Videos wird unser Leben in 3-D eindrücklich mit einem Computerspiel verglichen. Die Erfahrungen mit diesem Genre können, wie alles in unserer Welt, aus einer höheren Sicht ganz anders, als ursprünglich beabsichtigt genutzt werden. Auch im Leben geht es darum, ob wir das uns angebotene Spielt und seine Regeln mitspielen wollen…

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